Kinderoptometrie

... wir haben uns darauf spezialisiert!
 

„Die Welt mit Kinderaugen sehen…“

 

was bedeutet das eigentlich?

 

Wie nimmt Ihr Kind seine Umwelt wahr?


 

Das Sehen ist ein komplizierter Prozess, der in den ersten sechs Lebensjahren erlernt wird.
Während das „erwachsene“ Gehirn durch seine gesammelten (Seh-)Erfahrungen Muster und Strukturen gebildet hat ( Neues kann sofort eingeordnet werden), stehen Kinder immer wieder vor neuen Seh-Erlebnissen. Ein Seh-Lernprozess!

 

Auffälligkeiten, ob beim Malen oder Basteln im Kindergarten, oder spätere Lernschwierigkeiten in der Schule, können mit dem schlechten Sehen Ihres Kindes zusammenhängen.
Kinder mit unkorrigierter Sehschwäche oder Erkrankungen können optische Reize nicht  richtig  verarbeiten. Im Kindergarten und in der Schule sind sie klar benachteiligt!

Misserfolge in der Schule und die daraus entstehende Unlust kann daher kommen, dass Zahlen und Buchstaben nicht richtig erkannt werden, beim Lesen die Zeilen verrutschen.

 
Zeitprobleme treten auf. Stress und Konzentrationsstörungen, Müdigkeit und Verhaltensauffälligkeiten sind oft die logische Folge unkorrigierter oder unerkannter Sehschwächen.


Über 90% all dessen, was ein Kind, und auch Sie der Erwachsene lernt, nehmen wir mit den Augen wahr.

 

Vorausgesetzt wir können unsere Umwelt gut erkennen!


Außerdem steuert die visuelle  Wahrnehmung viele Funktionen, z.B. räumliche Orientierung, motorische Funktionen und vieles mehr.


Laut dem Kuratorium für Gutes Sehen (KGS) gehen Fachleute (Augenärzte) davon aus, dass rund 18 Prozent der Kinder im Vorschulalter Defizite beim Sehen haben. Dies Alles unterstreicht die Wichtigkeit und Bedeutung der Früherkennung möglicher Sehschwächen.

 


Von den zehn gesetzlichen Vorsorgeuntersuchungen für Kinder regeln lediglich nur drei die Überprüfung der Sinnesorgane.

 

Die U 5 findet zwischen dem 6. und 7. Lebensmonat statt, die U 8 im Alter von 3½ bis 4 Jahren und die U 9 kurz vor Schulbeginn mit etwa 5 Jahren. Der Abstand zwischen U 5 und U 8 ist zu lang. Deshalb fordern Augenärzte, Kinderärzte und das „ Kuratorium Gutes Sehen“ im Alter von ca. 1 Jahr eine zusätzliche Augenkontrolle.

 

Leider gibt es hier noch keine ausreichende gesetzliche Regelung.


Daher sollten die Eltern von sich aus diese Empfehlung besonders beherzigen und in jedem Fall alle gesetzlichen Vorsorgeuntersuchungen durchführen lassen. Im Zweifelsfall sollten sie auch zwischendurch weitere Untersuchungen vornehmen lassen. Bedauerlicherweise sind die gesetzlichen Krankenkassen da nicht sehr einsichtig, wodurch der Augenarzt bzw. Kinderarzt in Konflikt kommen. In diesem Fall sollte ihnen die Gesundheit ihres Kindes am Herzen liegen.

 


Ob Ihr Kind gut und richtig sieht, sollten Sie regelmäßig überprüfen und beobachten.
 
Auch Sehen muss gelernt werden!


Der Säugling kommt mit einer Weitsichtigkeit von ca. 3 dpt. auf die Welt.
Im 1. Monat sehen die Augen des Neugeborenen noch nicht besonders scharf. Aber es kann doch Helligkeit erkennen.
2. Monat: Das Baby kann schon Umrisse eines Gesichts oder grobe Muster wahrnehmen. Es entwickeln sich vom Kopf aus die motorischen Fähigkeiten (Augenmuskulatur) Im 3. und 4. Monat schaut es den Eltern lächelnd ins Gesicht. Impulse vom vestibulären System, den Nacken- und Augenmuskeln, werden zusammen verarbeitet.
5. Monat: Jetzt sieht es seine Eltern ganz genau. Heimliches Davonschleichen aus dem Zimmer provoziert lautstarken Protest.
6. Monat: Das gezielte Greifen nach Gegenständen beginnt.
7. Monat: Jetzt gelingt es schon ganz gut, einen Gegenstand in die Hand zu nehmen, ihn zu drehen und zu wenden.
8. Monat: Das Baby ist in der Lage, bekannte und fremde Gesichter zu unterscheiden.
9. Monat: Daumen und Zeigefinger werden aktiv. Sie picken kleinste Gegenstände präzise auf.
11. Monat: Auf die Frage „ Wo ist Papa?" wendet das Kind den Kopf, um ihn zu suchen.
12. Monat: Am Ende des ersten Lebensjahres gibt das Kind den Eltern ganz gezielt
  Gegenstände in die Hand.

 


Spielerisch die Augen testen

 

Sie sollten in kurzen regelmäßigen Abständen die Augen des Kindes auf spielerische Weise testen.


hier einige Möglichkeiten:
Knipsen Sie ab dem 1. Monat neben dem Köpfchen des Kleinen eine Taschenlampe an und aus. Macht das Baby neugierige, ruckartige Augenbewegungen hin zum Licht?
Ab dem 4. Monat lenken Sie das Interesse des Kindes auf irgendeinen lustig-bunten Gegenstand. Lassen Sie Kinderrassel, Babybürste oder Wuscheltier immer vor den Augen des Kindes hin- und herspazieren.
Es sollte das Wunderding nicht mehr aus den Augen lassen.
Im 7. Monat spielen Sie eines der ältesten Kinderspiele der Welt, das Guckguck-Spiel. Verstecken Sie sich vor den Augen des Kindes hinter der Zeitung, dem Sofakissen oder der Gardine. Jetzt sind Sie weg, und nur noch ein „Guckguck!" verrät dem Kind , wo Sie stecken. Jedes normale Kind fängt jetzt an, mit Augen- und Körperbewegungen nach Mutter oder Vater zu suchen.
Rund um den 8. Monat konzentriert sich das Interesse des Babys auf alle einigermaßen erreichbaren Gegenstände, die es liebend gern in den Mund steckt. Beobachten Sie, ob das Kind dabei gezielt zufasst.
Im 12. Monat wird es Zeit für das erste Ballspiel. Setzen Sie ihr Kind zwei bis drei Meter entfernt auf den Boden, und kullern Sie ihm einen Ball zu.
Beobachten Sie, ob es ihn richtig greift.

 


Was sind einige mögliche Anzeichen für Sehprobleme?

 

Häufiges Augenreiben, Blinzeln oder Stirnrunzeln Schnelles Ermüden beim Lesen oder Schreiben Unlust beim Malen Schreiben oder Feinarbeiten Unsichere Feinmotorik (unsauberes Schriftbild, Tollpatschigkeit) Langsames, flüchtiges oder fehlerhafter Lesen Häufiges Verrutschen in der Zeile Geringer Abstand zu Buch oder Fernseher Lichtempfindlichkeit Häufiges Stolpern oder Balancestörungen oder „Gleichgewichtsstörungen“ Auffälliges Schriftbild bei Wortabstände oder Linienführung Probleme einen Ball zu fangen.

 


Risikofaktoren die das Sehvermögen Ihres Kindes beeinträchtigen können sind:

 

erbliche Erkrankungen
Schwangerschaftsprobleme
Frühgeburten vor der 32. SSW
bei familiären bekannten Sehauffälligkeiten
Verwandte, die schielen oder geschielt haben.
Fehlsichtige, Brillenträger in der Familie, die in der Jugend schon eine Brille tragen mussten oder sollten.

 

 

Sollten Sie solche Anzeichen wahrnehmen ist es sehr wichtig, möglichst früh das Sehen bei ihrem Kind zu überprüfen und augenärztlich untersuchen zu lassen.

 

Augenärzte Bergisch Land e.V. (klick)

 

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